Die römisch katholische Kirchgemeinde veranstaltete 2005 einen Projektwettbewerb.

Das Areal des Pfarreizentrums liegt an einem nach Norden abfallenden Gelände. Die vorhandene Bebauung besteht vorwiegend aus freistehenden Einfamilienhäusern und fasst das Gelände auf drei Seiten. Gegen Osten liegt der Weg, dahinter erstreckt sich die Landwirtschaftszone. Das bestehende Pfarreiheim,die neue Kirche wie auch die Pfarrwohnung mit dem Pfarramt bilden zusammen ein neues Ensemble von Einzelbauten.

Die zwei neuen Bauten nehmen Bezug auf das bestehende Pfarreiheim in ihrer Form und richten sich orthogonal zu diesem.
Das bestehende Pfarreiheim sowie die neue Kirche und das neue Pfarramt bilden einen Hof und umfassen diesen auf drei Seiten.
Gegen Norden ist dieser Hof eine Terrasse und öffnet sich zum Dorf hin. Die vier auf der Parkplatzebene gepflanzten Bäume sind Sichtschutz und Öffnung zugleich.

Die beiden neuen Gebäude sind einfache Kuben und in Massivbauweise gedacht. Die Oberflächen von allen drei Gebäuden sollen mit einem feinkörnig verputzt und in einem Hellocker-Farbton gestrichen werden.

Die eingesetzte Wasserfläche ist bündig mit dem Bodenbelag des Hofes und nimmt die Form der zyklopisch verlegten Natursteinplatten auf.

Der neue Kirchenraum ist als schlichter, kubischer Raum gedacht mit klarem, erlebbarem Volumen.

Vier verschieden grosse, teils vertikal, teils horizontal angeordnete Fassadenschlitze oder -bänder, sind so positioniert, dass diese tagsüber durch immer neue Lichtspiele und Farbeindrücke den Innenraum variiert und verändert.

Art: Projektwettbewerb offen 2005
Veranstalterin: Römisch Katholische Kirche Seon
Projektteam: Ayten Dündar Jürg Hochuli
Fotos: © Jürg Hochuli

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