Umbau Mehrfamilienhaus Aarweg 15 Olten 2002/2003

Im Hagmattquartier in Olten entstand in den 1930-er Jahren ein Wohnquartier, welches grossenteils aus dreigeschossigen Gebäuden und wenigen Reihenhäusern besteht. Diese Häuser wurden von der Constantin von Arx erstellt. Diese Firma hatte neben einer grossen Bauabteilung und einer Zimmerei ein eigenes Architekturbüro, welches in der Region bemerkenswert gute Architektur plante und realisierte.

Die Siedlungsstruktur besteht Einzelblocks oder zusammengebauten kurzen Blocks in Reihe. Die Walmdächer betonen den Typus des Einzelbaus.

Alle Häuser weisen, mit kleineren Variationen, die gleiche Grundriss-Typologie auf .

Die Bauausführung des ganzen Quartiers ist gleich gehalten. Haustüren, Fensterproportionen, feingliedrige Kunststeineinfassungen bis hin zum ursprünglich gleichen Farbanstrich der Fassaden geben eine ruhige Gesamtwirkung. Eine Anlehnung an das neue Bauen als Stil ist klar erkennbar.

Das umgebaute Gebäude bestand aus zwei zusammengebauten, symmetrischen Dreifamilienhäusern mit je drei 3-Zimmer-Wohnungen. Die Podeste der beidseitig der Brandmauer angegliederten Treppenhäuser wurden miteinander verbunden, eine Treppenanlage entfernt. Im Erdgeschoss sowie im ersten Obergeschoss wurden zwei Maisonettewohnungen eingebaut, der zweite Stock verfügt über eine durchgehende Geschosswohnung. An der Südfassade wurden die kleinen Balkone entfernt und ein Terrassengerippe auf die gesamte Gebäudegrösse angefügt. Der auf der Süd-Ostseite des Hauses eingeschobene Fahrzeugpavillon verfügt über ein extensiv begrüntes Dach.

Die Fassadenisolation veränderte das äussere Erscheinungsbild (Wegfall der feingliedrigen Kunststeineineinfassungen). Entsprechend wurde diesem Umstand mit dem Farbkonzept begegnet. Die dunkelgrau gestrichenen Fensterrahmen verstärken den Charakter der Loch-Fassade, schaffen jedoch zu den Nachbarhäusern keine Konkurrenzsituation.

Projekt: Umbau und Terrassenanbau
Bauträgerschaft: privat
Vergabeart: Direktauftrag
Leistungen: Projekt und Realisierung
Fotos: © Jürg Hochuli 

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